Münchberg, 23.08.2013: Silphienfeld nahe der Autobahn A 9

Silphienfeld nahe der Autobahn A 9

In ihrer Eigenschaft als Bezirksvorsitzende des Verbandes für Gartenbau und Landespflege traf Gudrun Brendel-Fischer, begleitet von den Kreisvorsitzenden aus Hof und Bayreuth Doris Feustel und Günther Dörfler zum vierten Mal mit Landwirten, Jägern und Imkern zusammen.

Dieses Mal, um sich das von der Hofer Jägervereinigung mitinitiierte Silphienfeld nahe der A 9 anzuschauen. Der Bezirkschef der ofr. Jägerschaft Prof. Hartmut Wunderatsch berichtete vom großen Interesse seiner Mitglieder an der Becherpflanze, an der seit 2005 geforscht wird. 48.000 Pflanzen seien von Jägern, Jungjägern und Familienangehörigen 2011 auf 1,2 ha angepflanzt worden.

Dank der Kooperationsbereitschaft des Bewirtschafters, Landwirt Bernd Dietel sei das Pilotprojekt gelungen, an dem sich auch die thüringische Firma Chrestensen beteiligt hat. Dietel räumte ein, dass die Trockenmasse noch nicht die von Mais erreiche, er in diesem Jahr aber eine Annäherung erwarte.

Gudrun Brendel-Fischer bezeichnete ihn als Pionier unter den Bauern und berichtete von den Bestrebungen des Landesanstalten und der Universität Bayreuth. Deren Experte Dr. Pedro Gerstberger ist in Sachen Silphie gemeinsam mit der Bioenergieregion Bayreuth und den Landwirtschaftlichen Lehranstalten des Bezirks Oberfranken ebenfalls aktiv tätig.

Ein großer Vorzug der Silphie ist ihr über 15 Jahre zu erwartender Wiederaustrieb und die damit entfallende Bodenbearbeitung. Allerdings ist noch kein Saatgut verfügbar und im Jahr der Erstpflanzung kann nicht geerntet werden.

Dem Schwarzwild schmeckt die Pflanze nicht, für die Bienen ist sie ideale Nahrung in der zweiten Sommerhälfte. Biogasanlagen können damit gut bedient werden, die Silierfähigkeit ist gut.