Kulmbach, 18.10.2014: Friedhofgestaltung

Friedhofgestaltung

"Mobilität, die demografische Entwicklung und eine festzustellende Anonymisierung verändern wesentlich unsere Bestattungskultur! Darauf müssen wir reagieren", so Gudrun Brendel-Fischer, die Vorsitzende des Bezirksverbandes für Gartenbau und Landespflege bei der Eröffnung eines Seminars zur Weiterentwicklung unserer Friedhöfe am vergangenen Samstag in Kulmbach. Der Teilnehmerkreis setzte sich mit Interessierten aus der Kommunalpolitik, den Kirchen und den Obst- und Gartenbauvereinen zusammen. 50 Personen waren der Einladung gefolgt. Organisiert hatte die Veranstaltung Ernst Deutsch aus Forchheim.

Mit guten Beispielen überzeugte Prof. Gerhard Richter, ehemals für das Thema führend an der Technischen Universität in Freising-Weihenstephan. Seiner Meinung nach sollte der strenge Reihen- und Zeilenaufbau der Gräber aufgegeben werden. Die Abnahme von Erdbestattungen bei gleichzeitigem Mehrbedarf für Urnen eröffne neue Gestaltungsräume. An selbst aufgenommenem Bildmaterial machte Richter deutlich, dass der neue Trend, Friedhöfe zu gut gestaltete Parkanlagen machen kann.

Die beiden erfahrenen Bürgermeister Georg Wild aus Baunach und Hans Fischer aus Schwebheim zeigten anhand der Friedhöfe in ihren Heimatkommunen auf, wie man Friedhöfe von steinernen Meeren in grüne Landschaften verwandeln kann.

Am Nachmittag führte der ehemalige Stadtgärtner Hans Müller die Delegation zu ausgewählten Friedhöfen im Landkreis Kulmbach.

Brendel-Fischer und ihr Stellvertreter Günter Reif sind sich einig, dass dieses Thema für Kommunalpolitik und Kirchengemeinden sehr bedeutsam ist. Der Wandel könne auch eine Chance sein, neue Begegnungsräume im Grünen zu schaffen.