Gestungshausen, 21.06.2019: Oberfränkische Gartenparadiese öffnen ihre Tore / Am 30. Juni findet der "Tag der offenen Gartentür" statt

Oberfränkische Gartenparadiese öffnen ihre Tore / Am 30. Juni 2019 findet der "Tag der offenen Gartentür" statt

Unter dem Motto "Bayern blüht" findet am Sonntag, 30. Juni in zahlreichen privaten Gärten wieder ein "Tag der offenen Gartentür" statt. Ein Schwerpunkt wird dabei in Oberfranken liegen. Kein Wunder, denn hier wurde die Veranstaltung vor einigen Jahren vom damaligen Bezirkstagpräsident Edgar Sitzmann "erfunden". Fast 40 Gärten beteiligen sich diesmal allein im Regierungsbezirk. Um die Werbetrommel für die Großveranstaltung zu rühren, öffneten Ursula und Konrad Weichert aus Gestungshausen bei Sonnefeld im Landkreis Coburg im Vorfeld schon mal ihre Gartentüren, um ihr Paradies mit zahlreichen Bäumen, Sträuchern und einem Karpfenteich zu präsentieren.
Auf dem 2500 Quadratmeter großen Gelände gibt es einen Gemüse- und einen Blumengarten mit Garten- und Gewächshaus. Als ausgewiesener Rosenliebhaber zeigt Konrad Weichert Stauden und Rosenbeete mit historischen und modernen Züchtungen, Kletterrosen und verschiedenen Clematis-Kreationen. Konrad Weichert berichtet von 60 verschiedenen Rosensorten und elf Clematis-Arten. Für ihn ist der Garten eher ein Gesundheitspark, indem man Krafttraining, gesunde Ernährung, Spaß und Erfolgserlebnisse miteinander verbinden kann.

Die Schirmherrschaft über den "Tag der offenen Gartentür" hat die Vorsitzende des Bezirksverbandes für Gartenbau und Landespflege, die Bayreuther Landtagsabgeordnete Gudrun Brendel-Fischer übernommen. Sei es in den Obst- und Gartenbauvereinen früher darum gegangen, landwirtschaftliche Kenntnisse zu vermitteln und die Versorgung der Familie durch den eigenen Anbau sicherzustellen, sei es heute das Ziel, eine junge Generation für naturnahes Gärtnern zu begeistern. Die Obst- und Gartenbauverein hätten sich schon immer für naturnahes Gärtnern und natürlichen Pflanzenschutz ausgesprochen, sagte Brendel-Fischer vor dem Hintergrund des Volksbegehrens für den Artenschutz. In Oberfranken gibt es rund 500 Obst- und Gartenbauvereine mit zusammen an die 60000 Mitglieder.

Die Obst- und Gartenbauvereine und ihre Mitglieder seien es auch, die für die Gestaltung der lebens- und liebenswerten Dörfer verantwortlich sind. "Sie leisten einen wesentlichen Beitrag dazu, dass unsere Dörfer vital sind und dass die Lebensqualität in den ländlichen Regionen so hoch ist", sagte die Regierungspräsidentin.

Der Obst- und Gartenbauverein Gestungshausen sei einer der aktivsten Vereine der Gemeinde, sagte der Sonnefelder Bürgermeister Michael Keilich. Seine Mitglieder setzten immer wieder sichtbare Zeichen fruchtbare Gartenkultur zum Wohle aller Einheimischen und Gäste, so der Coburger Landrat Sebatstian Straubel, der auch Kreisvorsitzender der Coburger Obst- und Gartenbauvereine ist. "Unser Ziel ist es, die Natur zu schützen und Kinder und Jugendliche für den Gartenbau zu begeistern, denn nur das, was junge Leute kennen, werden sie später auch schützen", sagte Rainer Kestel, Vorsitzender des Obst- und Gartenbauvereins Gestungshausen.

Der "Tag der offenen Gartentür" findet am Sonntag, 30. Juni statt. Sämtliche Gärten haben von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Aufgelistet wurden sämtliche teilnehmenden Gärten in einer eigenen Broschüre, die an vielen öffentlichen Stellen, unter anderem bei den Landratsämtern ausliegt.

Text: Stephan Herbert Fuchs



Im Garten der Familie Weichert stehen die Rosen im Mittelpunkt (von links): Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz, Ursula Weichert, Bürgermeister Michael Keilich, Gudrun Brendel-Fischer, Landrat Sebastian Straubel und Konrad Weichert.

Fotos: Stephan Herbert Fuchs